Safer Sun (I)

Safer Sun (I) 

Teil I: Exogener Sonnenschutz  - Schatten, Kleidung & Eincremen

 

von Dr. Huong Nguyen  |  Redaktion: Dr. Sabine Nunius  | 30.06.2022

Wir sind mitten in der Hitze des Sommers angekommen. Viele von uns genießen den Urlaub am Meer, verbringen die Nachmittage im eigenen Grün, am See... Damit bei all den Aktivitäten Deine Haut gut durch den Sommer kommt, braucht es den richtigen Sonnenschutz. Ich plädiere dafür, dass wir eigentlich IMMER, TÄGLICH - zumindest in der warmen Jahreszeit - einen ausreichenden Sonnenschutz auftragen. 

 

Photoaging – Alterungs-Booster für die Haut

Der Gefahr von Hautkrebs durch ein Übermaß an Sonne oder gar Sonnenbrände ist den meisten von uns inzwischen sehr bewusst. Denn: Nach wie vor steigen die Fallzahlen und es sind auch immer mehr junge Menschen betroffen. Allein das ist Anlass genug, das Thema Sonnenschutz genauer unter die Lupe zu nehmen und bewusst anzugehen.

 

Schutz vor UV-Strahlung ist aber auch essentiell, um vorzeitige Hautalterung zu vermeiden. Die UV-Strahlen sind Auslöser und Beschleuniger Nummer 1 unter den externen Hautalterungsfaktoren. Sie zerstören durch Schädigung von DNA und Proteinen das elastische Bindegewebe der Dermis und rauben damit Deiner Haut Elastizität, Spannkraft und Volumen. Die Faltenbildung und eine unregelmäßige Pigmentierung werden beschleunigt. Zum Glück kannst Du dieser Entwicklung gezielt entgegenwirken. Bereits ein paar kleine hacks helfen Dir, Deine Haut unkompliziert und dennoch effektiv zu schützen. So kannst Du unbeschwert, aber bewusst Sonnenanbeter sein!

 

Exogener Sonnenschutz: Schatten, Kleidung & EINCREMEN

Exogen - klingt hochtrabend, bedeutet aber nur, dass Du beim Sonnenschutz auf Hilfsmittel von außen zurückgreifst. Dabei ist es mit Sonnenschutzpräparaten nicht getan. Vielmehr müssen wir ein Rundum-Paket schnüren: 

 

1) Klingt trivial, ist jedoch essentiell beim Sonnenschutz: direkte Sonnenstrahlung meiden! Zumindest in den strahlungsintensivsten Phasen des Tages, also zwischen 11 und 16 Uhr, solltest Du Dich im Schatten oder nur kurz in der direkten Sonne aufhalten. Nicht ohne Grund ist in den südlichen Ländern hier vielfach „Siesta“ angesagt.

 

2) „Textiler Lichtschutz“, also geeignete Kleidung und eine Sonnenbrille, ist eine unverzichtbare Maßnahme. Gerade bei starker Sonnenstrahlung ist es ratsam alle Körperregionen bedeckt zu halten - mit Kleidung, Hüten und auch Sonnenschirmen. 

Ein durchschnittliches weißes T-Shirt hat einen UV-Schutzfaktor von 10, das heißt ein Zehntel der Strahlung kommt durch. Am schlechtesten schützen Baumwolle und Leinen, besser sind Nylon, Wolle und Seide, und am wenigsten Strahlung kommt durch Polyester. Und unter einem Schirm? Da kommen noch etwa 50 Prozent der Sonneneinstrahlung durch. 

 

3) Der Klassiker: Sonnenschutzmittel. Diese sind besonders wichtig für Körperpartien, die nicht anders geschützt werden können, also vor allem unser Gesicht, der Hals- und Nackenbereich sowie unsere Hände.

 

Sonnencremes sind in unseren Breitengraden sicherlich die gängigste Schutzmaßnahme. Nach dem Eincremen laufen wir jedoch Gefahr, uns in Sicherheit zu wiegen und allzu sorglos die Sonne zu genießen. Sonnencremes haben unter den genannten exogenen Maßnahmen die geringste Schutzwirkung. Als alleiniges Mittel sind sie also nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass die Anwendung hier eine ganz entscheidende Rolle spielt. Wie Du die volle Schutzwirkung Deiner Sonnencreme erzielst und was Du sonst noch tun kannst, um Deiner Haut das komplette sunscreening Programm zu bieten, erzähle ich Dir in Teil 2 unserer Safer-Sun-Serie!